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An einem gemütlichen Sonntagnachmittag - draußen ist es nass und ungemütlich - stöbere ich durch meinen Instagram Feed und werde plötzlich stutzig. Mir wird eine gesponserte Werbung angezeigt - ich könne einen Gutschein erhalten, um ein Wandbild zu entwickeln.

Üblicherweise bin ich ja nicht interessiert an solch unaufgeforderten Produktplatzierungen. Gegen sowas bin ich doch immun, rede ich mir immer ein... Und schon war es geschehen - ich klicke auf den vielversprechenden Button.

 Saal digital  frägt mich in dem gesponsertem Link, ob ich nicht gerne ihr Angebot, ein Wandbild zu entwickeln testen und dafür auch noch einen Gutschein erhalten wolle. Nun ja - da Ihr hier nun diesen, meinen ersten Blogeintrag lest, könnt Ihr euch wohl vorstellen, wie ich mich entschieden habe. Außerdem ist es ein ideales Thema für den ersten Eintrag in meinem Photo blog.

Produktauswahl und Bestellvorgang

Ich surfe also weiter auf die Homepage von Saal digital, um mir einen Überblick über das Angebot zu verschaffen. Sofort fällt auf, dass hier noch viel mehr angeboten wird, als die beworbenen Wandbilder. Die Auswahl unterscheidet sich jedoch in feinen Details von den bekannten Marktbegleitern - Saal Digital bietet nämlich auch einen Service an, der sich auch an (ambitioniertere Hobby-)Fotografen richtet. So kann man auf der Seite auch sogenannte ICC-Profile herunterladen, die für den Softproof in Photoshop oder Lightroom gedacht sind, um so die Farbeinstellungen des Monitors zu prüfen und ein möglichst farbechtes Ergebnis beim Druck zu erhalten. Das sei aber nur nebenbei erwähnt.

Weiter geht's zu den Wandbildern - und mir wird klar, ich habe die Qual der Wahl. Unter den angebotenen Ausführungen entscheide ich mich aber, zwei Stück anfertigen zu lassen - ein Wandbild als Alu-Dibond und ein zweites Wandbild als Gallery Print. Das Hochladen der Bilddateien über die online Funktion empfinde ich jedoch etwas unhandlich, da das Ändern von Bildgrößen etc. immer wieder Ladezeiten nach sich zieht und etwas umständlich ist. Also lade ich die ebenfalls angebotene Software runter und gestalte die Bilder damit. Das geht für mein Empfinden wesentlich intuitiver und flüssiger.

Am Ende habe ich also zwei Wandbilder bestellt:

  • Alu-Dibond, 20 x 30 cm, inklusive Profil-Aufhängung
  • GalleryPrint, 20 x 30 cm, inklusive Profil-Aufhängung

Günstig ist das allerdings nicht - für das Alu-Dibond fallen etwa 31 EUR an und beim GalleryPrint sind es gar rund 46 EUR. Dazu kommen dann noch etwa 6 Eur für den Standardversand mit DHL

Und wie ist nun das Ergebnis?

Die Herstellung und Lieferung ging erstaunlich flott - bereits drei Tage später sind die Bilder fertig und geliefert. Das ist sensationell wie ich finde - hier habe ich bei anderen Anbietern schon deutlich länger gewartet. Die Bilder sind sehr gut und sicher in Karton verpackt.

Die qualitative Verarbeitung ist top und es gibt keine Kratzer oder sonstige Mängel. Allerdings muss ich gestehen, dass ich insbesondere von dem teuren GalleryPrint spontan etwas enttäuscht bin...

Wandbild als GalleryPrint

Das Bild wirkt sehr dunkel. Dabei war online doch zu lesen, dass insbesondere die von mir gewählte, glänzende Ausführung für eine besondere Tiefenwirkung und beeindruckende Leuchtkraft sorge. Das ist grundsätzlich auch nicht falsch - es ist aber nötig, das Bild an einem sehr hellen Ort aufzuhängen oder durch eine eigene Bildbeleuchtung in Szene zu setzen, um die Farben herauszuarbeiten.

Und genau da fällt der mitunter größte Nachteil der glänzenden Acrylglas Ausführung ins Auge - die Spiegelungen. Das sollte man also bedenken bei der Wahl des Wandplatzes. Zu viele Fenster könnten die Freude am Bild schmälern, da man im falschen Winkel vor lauter Spiegelungen kein Motiv mehr erkennt. Saal digital bietet allerdings auch eine matte Ausführung an, um genau diesen Effekt zu vermeiden. Wie es dann aber mit der Tiefenwirkung und Leuchtkraft aussieht, kann ich hier nun aber nicht beurteilen. Außerdem kostet diese Option noch einmal 5 EUR Aufpreis zum ohnehin bereits happigen Grundpreis.

Grundsätzlich ist bei dem Bild an der Qualität des Druckes, der Schärfe und auch an den Farben (bei ausreichender Beleuchtung) nichts auszusetzen. im Gegenteil - alles wirkt sehr gut und hoch qualitativ ausgeführt. Und das Acrylglas erzeugt tatsächlich eine gewisse Tiefenwirkung.

Bei dem GalleryPrint wird das Bild im Direktdruck auf eine 2mm dicke Acrylglasplatte gedruckt und erhält dann noch zur Verstärkung eine 3mm dicke Alu-Dibond Platte. Das macht das Wandbld nicht gerade leicht, im direkten Vergleich. Aber dafür hat man eben auch noch die edel wirkende Acrylglasscheibe.

 

GalleryPrint im hellsten, indirekten Tageslicht (am Fenster) mit möglichst wenig Spiegelung.

Schichtaufbau des GalleryPrints - inklusive Spiegelungen.

Wandbild als Alu-Dibond

Ich habe mich bei dieser Ausführung bewusst für ein schwarz-weiß Bild entschieden. Da ich mir unter dem Alu-Dibond nicht wirklich was vorstellen konnte, habe ich im Netz zuvor etwas recherchiert und bin auf Aussagen gestoßen, dass bei diesem Material insbesondere helle Stellen besonders gut zur Geltung kämen. Nun ich muss sagen, das fällt mir leider nicht auf - wer also denkt, dass an den hellen Stellen gar die Alu-Struktur etwas durchscheint - dem ist nicht so. Eventuell hätte ich dazu das separat angebotene "Butlerfinish" wählen müssen.

Bei dieser Ausführung wird mittels UV-Druckverfahren das Bild direkt auf die Alu-Dibond Platte gedruckt. Die 3mm dicke Platte besteht aus einem Polyethylen Kern und je einer Aluminium Deckschicht vorne und hinten. Das macht das Bild sehr biegesteif und dennoch leicht. Außerdem ist das Alu-Dibond witterungsbeständig und damit auch für den Außenbereich geeignet!

Die Druckschärfe ist sehr gut und ich kann mir vorstellen, dass auch die Farben (wenn das Bild welche hätte) sehr gut zur Wirkung kommen können. Entgegen dem GalleryPrint hat dieses Bild auch ohne besondere Beleuchtung bereits eine tolle Strahlkraft, die durch eine gut inszenierte Lichtquelle noch einmal verstärkt wird. Das Bild ist auch nicht empfindlich gegen Fingerabdrücke, da die matte bzw. seidenmatte Oberfläche etwaige Fingertapser verzeiht.

Alu-Dibond im hellen, indirekten Tageslicht.

Schichtaufbau des Alu-Dibond Bildes.

Ab an die Wand damit

Im Laufe der Gestaltung der Bilder lässt sich zwischen mehreren Arten der Befestigung wählen. Diese unterscheiden sich allerdings auch preislich mitunter deutlich.

Die einfachste Ausführung sind einfach zwei Blech-Plättchen mit einer Ausformung ("Standard-Aufhängung"), die auf die Rückseite des Bildes geklebt werden. Über die Ausformungen lässt sich das Bild dann aufhängen. Das ist mit 3,95EUR auch die kostengünstige Ausführung.

Allerdings nur 5ct mehr (ja, wirklich nur 5ct Unterschied) kostet die sogenannte Profilaufhängung. Dabei handelt es sich um Aluminium Vierkantprofile die als Rechteck zusammengefügt an die Rückseite des Bildes angebracht werden. mit den seitlichen Öffnungen in den Profilen kann das Bild dann an die Wand gehängt werden. Das Besondere daran ist, dass dadurch das Bild nicht einfach an der Wand anliegt, sondern so wirkt, also würde es leicht vor der Wand schweben. Gefällt mir sehr.

Die letzte und mit knapp 20EUR teuerste Ausführung ist die Schraubhalterung. Das kennt man üblicherweise von Firmenschildern am Hauseingang. Es handelt sich um vier Edelstahl-Abstandshülsen, die zwischen Wand und Bild montiert werden. Bohrungen sind in den Ecken des Bildes bereits vorgefertigt, sodass die Schrauben nur noch durchgesteckt und das Bild an die Wand geschraubt werden muss. Zu bedenken ist dabei, dass die Schraubenköpfe also dann von vorne in den Ecken des Bildes zu sehen sind.

Ach ja, die kostengünstigste Ausführung für die Sparfüchse unter Euch ist: ohne Aufhängung bestellen. Das geht natürlich auch.

 

Rahmenaufhängung an der Rückseite

Fazit

Grundsätzlich kann ich für die gesamte Abwicklung, die intuitive Gestaltung (zumindest in der separat downloadbaren Software) und auch die Fertigungs- sowie Lieferzeiten nur ein positives Fazit ziehen. Das hat alles sehr gut geklappt. Gleiches gilt auch für die Qualität - beide Bilder sehen perfekt verarbeitet aus, die Schärfe und auch die Farben sind beeindruckend. Ich hoffe das liegt nicht zuletzt auch an der Qualität meiner Bilder 🙂

Zugleich muss ich für mich aber sagen, dass ich das Alu-Dibond bevorzugen würde. Der GalleryPrint ist mir einfach zu dunkel. Das ist sehr schade, dann mit ausreichend Licht sind die Farben und die Tiefenwirkung echt der Knaller! Wenn das Bild aber einfach so, ohne gerichtete Beleuchtung an der Wand hängt, dann wirkt es, als würde man in ein Aquarium kucken, bei welchem das Licht aus ist.

Das Alu-Dibond Bild überzeugt mich hingegen in jeder Hinsicht. es wirkt einfach sehr gut und ist auch noch sehr unempfindlich, stabil und leicht. im Nachhinein muss ich sagen, ärgert es mich ein wenig, dass ich hier nicht auch ein Farbbild gewählt habe. Das würde mich nun doch brennend interessieren, wie das wirken würde.

Ein Wandbild - sei es als Alu-Dibond, GalleryPrint, Nur Acrylglas oder auch Leinwand etc. - ist ein schöner Blickfang, eben weil es etwas Anderes ist und sofort auffällt. Und durch diesen Produkttest hatte ich die Gelegenheit mir endlich ein detaillieren Blick zu verschaffen. Von daher hat sich der Test auf alle Fälle gelohnt.

Dennoch finde ich ein klassisch gerahmtes Bild mit Passepartout immer noch am besten. ich schätze, hier bin ich wohl eher etwas altmodisch. Aber kein Problem - bei Saal digital gibt es auch "normale" Bilder - auch in großen Formaten. Ich kann mich also austoben...

 

Servus,

Euer Georg

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