Fotobuch Test bei Saal
/

Nachdem ich zuletzt von den Wandbildern, die ich entwickeln habe lassen, doch sehr angetan war (hier kommt ihr zum Produkt Test), wollte ich Saal nun auch mit einem Fotobuch auf die Probe stellen.

Also habe ich Saal angeschrieben und mich kurzerhand für einen Fotobuchtest beworben. Da ich mir ohnehin ein eigenes Lookbook meines Portfolios zusammenstellen wollte, war das die beste Gelegenheit. Tatsächlich dauerte es nicht lange bis Saal mir freundlicherweise einen Gutschein zur Verfügung gestellt hatte, um ihr Hardcover Fotobuch zu testen.

Erst mal kreativ werden

Den verregneten Sonntag Nachmittag habe ich also damit verbracht, Bilder auszuwählen, die in das Fotobuch aufgenommen werden sollten. Aus meinem Wandbild Test weiß ich, dass mir das Gestalten über die angebotene Software am meisten zusagt. Also habe ich mich auch hier wieder dafür entschieden – und nicht für die Web-Variante. Die Möglichkeiten und Freiheiten, die einem bei der Gestaltung geboten werden sind dabei vielfältig. Neben Layout-Vorlagen und unterschiedlichsten Gestaltungselementen wird mir ziemlich viel zum kreativen Austoben geboten.

Der Kreativität freien Lauf lassen. Gestaltung des Fotobuchs mit der bereitgestellten Software.

Die Software ist übersichtlich strukturiert, einfach zu bedienen und lädt schnell. Bilder lassen sich problemlos einfügen, arrangieren und umverteilen. Ebenso können jederzeit auch neue Seiten eingefügt und untereinander ausgetauscht werden. Da heißt es also erst mal selbst kreativ werden. Wer die Wahl hat, hat die Qual. So gehen schon ein paar Stunden ins Land. Aber schließlich bin ich irgendwann zufrieden und das Buch ist fertig gestaltet. Nach dem Kauf startet auch schon der Upload, der trotz der Datenmengen problemlos funktioniert hat.

Und jetzt erst mal eine Ewigkeit warten...

… von wegen! Am späten Sonntag Abend das Fotobuch online bestellt, liegt es Dienstagmittag (also nur 1,5 Tage später!) bereits beim freundlichen Nachbarn, der das Päckchen entgegengenommen hat. Das ist Rekord! Andere Anbieter brauchen für einfache Fotoabzüge schon mal 3 bis 5 Tage.

Hmmm, aber wie wird es dann mit der Qualität aussehen? Kann ein qualitativ hochwertiges Fotobuch wirklich SO schnell fertig sein?

Soviel sei vorweggenommen: Es kann!

Die Spannung steigt

Das Buch ist sehr gut und sicher verpackt. Als ich es aus der Verpackung nehme sind keinerlei Beschädigungen zu erkennen. Und bereits der erste Blick reicht aus, dass ich begeistert bin. Die Verarbeitung ist tadellos.

Die Seiten sind sauber verklebt und zugeschnitten. Nichts ist schief oder fransig. Die Bilder sind gestochen scharf entwickelt und die Farben bestechend intensiv. Hier macht sich der Unterschied zwischen der hier eingesetzten Fotobelichtung und einem einfachen Fotodruck bemerkbar. Ich habe zudem mich bewusst für die glänzende Seitenausführung entschieden, was mir auch hier sehr gut gefällt. Die Seiten wirken wie in einem Hochglanzmagazin.

Der Vollständigkeit halber sei noch gesagt, dass es als (von mir nicht gewählte) Optionen auch einen wattierten Umschlag und matte Seiten gegeben hätte.

Zudem bietet Saal an, dass man auf Barcodes oder Logos verzichtet. Diese Option habe ich gewählt, da ich ja ein Portfolio Lookbook haben wollte. Hier hätte ein Barcode oder Logo gestört.

Gegen entsprechenden Aufpreis gibt es auch noch unterschiedlichste Umschlagoptionen, von denen Ihr euch hier gerne selbst ein Bild machen könnt.

Licht und Schatten?

Was mir nicht so sehr gefällt, ist die Tatsache, dass die erste bebilderte Seite auf die Innenseite des Hardcover-Umschlages verklebt ist. Üblicherweise ist bei Fotobüchern hier immer noch ein leeres, loses Blatt. Erst dann beginnen die eigentlichen Bilderseiten. Durch die glänzende Oberfläche sieht man hier besonders im Streiflicht, wie der Umschlag darunter verlegt ist. Das gleiche gilt auch für die letzte Seite. Das ist zugegebenermaßen aber nur ein sehr kleiner Wermutstropfen.

Die glänzenden Seite mit den belichteten Bildern wirken wie aus einem Hochglanzmagazin

Die Innenseite des Hardcover-Umschlages

Absolut begeistert bin ich jedoch von der sogenannten „Layflat“ Bindung. Saal sagt auch Panorama-Bindung dazu. Durch eine spezielle Vorgehensweise bei der Belichtung und Bindung kommen gegenüberliegende Seiten absolut flach zum Liegen. Es bildet sich also keine störende Aufwölbung oder ein Falz in der Mitte des später aufgeschlagenen Buches. So lässt sich also auch ein über beide Seiten entwickeltes Bild störungsfrei ansehen. Das ist ein gravierender Unterschied und Vorteil zu herkömmlichen Fotobüchern.

Herkömmliche Buchbindung bei anderen Fotobüchern. Die Seiten wölben sich unschön auf. Panoramabilder über zwei Seiten sind so kaum sinnvoll.

Die Panorama "Layflat" Bindung von Saal lässt gegenüberliegende Seiten flach liegen und ermöglicht so beidseitige Panoramabilder.

Fazit zum Fotobuch

Ich kann ohne schlechtes Gewissen sagen, dass ich mit dem Ergebnis vollkommen zufrieden bin. Die oben erwähnte erste und letzte Seite sind zwar nicht ganz so schön, aber das reicht nicht, um den Gesamteindruck zu trüben. Es hat wirklich von Gestaltung, Bestellung, unglaublich schneller Herstellung und Lieferung bis zum letztlichen Produkt alles funktioniert. Hier muss ich Saal ein großes Kompliment aussprechen.

Diese Qualität macht sich aber auch im Preis bemerkbar. Mit 44 Seiten hat mein Fotobuch im Format 28x19 cm (ca. A4 quer) inklusive Versand stolze 57 EUR gekostet.

Das ist ein stolzer Preis. Mit den oben geschilderten Features und dem Qualitätseindruck stimmt meiner Meinung nach jedoch das Preis/Leistungs-Verhältnis. Wer sich also ein tolles Fotobuch gönnen möchte, dem kann ich das Angebot von Saal nur wärmstens empfehlen.