Maastricht in 50mm
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Have you visited Maastricht yet? I recently went to Essen, which is a city in the very western part of Germany. It was known for the coal industry in former times and is not necessarily famous for it’s beauty. At least this is my very own opinion. So, what to do then? Yeah right, go somewhere else.

This is, how we decided to visit Maastricht in the Netherlands, which is not far away and another great opportunity to take some pictures.

 Which lens would be the best?

Of course I had my camera with me. Do I ever travel without it anyway? Since it was going to be a city trip, I was not sure which lens I should pack. I prefer to have as little equipment with me as possible. On one hand, I expected a lot of narrow streets and nice buildings, what would call for a wide angle lens. On the other hand, I really fell in love with my Canon 50mm, f/1.8 fixed focal length lens and I love the pictures I make with it. I usually have it with me all the time, but it is best suitable for details and not so much, to get a big scenery on your picture. At least the third option – a tele lens – was not an option at all, since I don’t call one my own. Makes things easier.

How did it work out?

You guess it – I could not decide. So, I packed both lenses. To spoil the end: I did not use my wide angle lens once though. I was just completely satisfied with the results I got with my 50mm lens.

The luminosity of the 50mm f/1.8 lens allows you to shoot even if the light is not too bright. There is no need for changing to a higher ISO value or unpacking your tripod. And especially pictures taken against the light look really cool with this lens.

I love the Bokeh. With the very limited focus range you get with f/1.8, you can create great effects with working out details or getting the background blurred out. No need for a tele lens here. The 50mm f/1.8 lens is known for the great Bokeh, and you really can play with it a lot. Well, one disadvantage is – if you like to say so – that you have to get close to your "objects". That can cause some irritation, when you want to shoot a person, not aware of you. I haven’t been attacked so far, though 😉 

And finally, the lens is very flat. That makes the camera stay compact and handy as possible. It just is very flexible, what I like a lot.

A lens with a fixed focal length (50mm here) keeps the camera handy.

How was Maastricht then?

The city really surprised us with its beauty and vibrant life. There is a lot of young and also older people around and everybody seemed relaxed and chilled. The atmosphere was just to dive in and there was so much life on the streets. The setup with the beautiful old houses all over had a bit of Quebec City, Paris, and London. And there are bicycles. Everywhere. You find almost no cars in the city center but just people riding their bikes. Not to forget the good and different kind of beer one can get here. Especially the belgian ones are worth a try! I liked that a lot, too!

 Let me show you some impressions from Maastricht below. Pictures, I made with my 50mm lens of course 😊

Cheers,

George

 

Fotobuch Test bei Saal
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Nachdem ich zuletzt von den Wandbildern, die ich entwickeln habe lassen, doch sehr angetan war (hier kommt ihr zum Produkt Test), wollte ich Saal nun auch mit einem Fotobuch auf die Probe stellen.

Also habe ich Saal angeschrieben und mich kurzerhand für einen Fotobuchtest beworben. Da ich mir ohnehin ein eigenes Lookbook meines Portfolios zusammenstellen wollte, war das die beste Gelegenheit. Tatsächlich dauerte es nicht lange bis Saal mir freundlicherweise einen Gutschein zur Verfügung gestellt hatte, um ihr Hardcover Fotobuch zu testen.

Erst mal kreativ werden

Den verregneten Sonntag Nachmittag habe ich also damit verbracht, Bilder auszuwählen, die in das Fotobuch aufgenommen werden sollten. Aus meinem Wandbild Test weiß ich, dass mir das Gestalten über die angebotene Software am meisten zusagt. Also habe ich mich auch hier wieder dafür entschieden – und nicht für die Web-Variante. Die Möglichkeiten und Freiheiten, die einem bei der Gestaltung geboten werden sind dabei vielfältig. Neben Layout-Vorlagen und unterschiedlichsten Gestaltungselementen wird mir ziemlich viel zum kreativen Austoben geboten.

Der Kreativität freien Lauf lassen. Gestaltung des Fotobuchs mit der bereitgestellten Software.

Die Software ist übersichtlich strukturiert, einfach zu bedienen und lädt schnell. Bilder lassen sich problemlos einfügen, arrangieren und umverteilen. Ebenso können jederzeit auch neue Seiten eingefügt und untereinander ausgetauscht werden. Da heißt es also erst mal selbst kreativ werden. Wer die Wahl hat, hat die Qual. So gehen schon ein paar Stunden ins Land. Aber schließlich bin ich irgendwann zufrieden und das Buch ist fertig gestaltet. Nach dem Kauf startet auch schon der Upload, der trotz der Datenmengen problemlos funktioniert hat.

Und jetzt erst mal eine Ewigkeit warten...

… von wegen! Am späten Sonntag Abend das Fotobuch online bestellt, liegt es Dienstagmittag (also nur 1,5 Tage später!) bereits beim freundlichen Nachbarn, der das Päckchen entgegengenommen hat. Das ist Rekord! Andere Anbieter brauchen für einfache Fotoabzüge schon mal 3 bis 5 Tage.

Hmmm, aber wie wird es dann mit der Qualität aussehen? Kann ein qualitativ hochwertiges Fotobuch wirklich SO schnell fertig sein?

Soviel sei vorweggenommen: Es kann!

Die Spannung steigt

Das Buch ist sehr gut und sicher verpackt. Als ich es aus der Verpackung nehme sind keinerlei Beschädigungen zu erkennen. Und bereits der erste Blick reicht aus, dass ich begeistert bin. Die Verarbeitung ist tadellos.

Die Seiten sind sauber verklebt und zugeschnitten. Nichts ist schief oder fransig. Die Bilder sind gestochen scharf entwickelt und die Farben bestechend intensiv. Hier macht sich der Unterschied zwischen der hier eingesetzten Fotobelichtung und einem einfachen Fotodruck bemerkbar. Ich habe zudem mich bewusst für die glänzende Seitenausführung entschieden, was mir auch hier sehr gut gefällt. Die Seiten wirken wie in einem Hochglanzmagazin.

Der Vollständigkeit halber sei noch gesagt, dass es als (von mir nicht gewählte) Optionen auch einen wattierten Umschlag und matte Seiten gegeben hätte.

Zudem bietet Saal an, dass man auf Barcodes oder Logos verzichtet. Diese Option habe ich gewählt, da ich ja ein Portfolio Lookbook haben wollte. Hier hätte ein Barcode oder Logo gestört.

Gegen entsprechenden Aufpreis gibt es auch noch unterschiedlichste Umschlagoptionen, von denen Ihr euch hier gerne selbst ein Bild machen könnt.

Licht und Schatten?

Was mir nicht so sehr gefällt, ist die Tatsache, dass die erste bebilderte Seite auf die Innenseite des Hardcover-Umschlages verklebt ist. Üblicherweise ist bei Fotobüchern hier immer noch ein leeres, loses Blatt. Erst dann beginnen die eigentlichen Bilderseiten. Durch die glänzende Oberfläche sieht man hier besonders im Streiflicht, wie der Umschlag darunter verlegt ist. Das gleiche gilt auch für die letzte Seite. Das ist zugegebenermaßen aber nur ein sehr kleiner Wermutstropfen.

Die glänzenden Seite mit den belichteten Bildern wirken wie aus einem Hochglanzmagazin

Die Innenseite des Hardcover-Umschlages

Absolut begeistert bin ich jedoch von der sogenannten „Layflat“ Bindung. Saal sagt auch Panorama-Bindung dazu. Durch eine spezielle Vorgehensweise bei der Belichtung und Bindung kommen gegenüberliegende Seiten absolut flach zum Liegen. Es bildet sich also keine störende Aufwölbung oder ein Falz in der Mitte des später aufgeschlagenen Buches. So lässt sich also auch ein über beide Seiten entwickeltes Bild störungsfrei ansehen. Das ist ein gravierender Unterschied und Vorteil zu herkömmlichen Fotobüchern.

Herkömmliche Buchbindung bei anderen Fotobüchern. Die Seiten wölben sich unschön auf. Panoramabilder über zwei Seiten sind so kaum sinnvoll.

Die Panorama "Layflat" Bindung von Saal lässt gegenüberliegende Seiten flach liegen und ermöglicht so beidseitige Panoramabilder.

Fazit zum Fotobuch

Ich kann ohne schlechtes Gewissen sagen, dass ich mit dem Ergebnis vollkommen zufrieden bin. Die oben erwähnte erste und letzte Seite sind zwar nicht ganz so schön, aber das reicht nicht, um den Gesamteindruck zu trüben. Es hat wirklich von Gestaltung, Bestellung, unglaublich schneller Herstellung und Lieferung bis zum letztlichen Produkt alles funktioniert. Hier muss ich Saal ein großes Kompliment aussprechen.

Diese Qualität macht sich aber auch im Preis bemerkbar. Mit 44 Seiten hat mein Fotobuch im Format 28x19 cm (ca. A4 quer) inklusive Versand stolze 57 EUR gekostet.

Das ist ein stolzer Preis. Mit den oben geschilderten Features und dem Qualitätseindruck stimmt meiner Meinung nach jedoch das Preis/Leistungs-Verhältnis. Wer sich also ein tolles Fotobuch gönnen möchte, dem kann ich das Angebot von Saal nur wärmstens empfehlen.

Die Blaue Stunde - vielfach hat man das ja schon gehört, aber was steckt eigentlich dahinter? Was muss man beachten, wenn man ansehliche Bilder schaffen möchte? Und wieso macht jeder so einen Hype um diese ominöse magische Tageszeit? Jeder, der sich einmal mit Nachtfotografie beschäftigt hat, ist wohl auch über die so viel gepriesene Blaue Stunde gestolpert. Ich möchte euch hier die Theorie etwas näher bringen und auch Tipps zum Fotografieren geben, sodass eure Bilder zur Blauen Stunde der Knaller werden.

Was ist die Blaue Stunde eigentlich?

Entgegen der Bezeichnung ist die blaue Stunde nicht etwa ein Zeitraum von einer Stunde, sondern es handelt sich vielmehr um einen Zeitpunkt. Als blaue Stunde wird die Zeit kurz nach Sonnenuntergang bzw. kurz vor Sonnenaufgang bezeichnet. Abhängig von Jahreszeit und geographischer Lage kann diese "Dämmerung" nur ein paar Minuten dauern oder gar eine Stunde oder länger.

Das besondere an der blauen Stunde ist, dass es eben kein direktes Tageslicht mehr gibt, da die Sonne ja bereits untergegangen oder noch nicht aufgegangen ist. Gleichzeitig ist aber noch so viel Restlicht verfügbar, sodass der Himmel zu dieser Zeit intensiv blau strahlt. Das wirkt besonders gut, wenn in den Städten die Straßenbeleuchtungen bereits eingeschalten sind. Auch beleuchtete Fassaden mit ihrer gelblich- orangefarbenen Tönung des Kunstlichtes bilden einen farblich interessanten Kontrast zum strahlenden Tiefblau des Himmels. Das macht das Fotografieren besonders im Oktober oder November sehr interessant. Zu dieser Jahreszeit wird es bereits recht früh dunkel. Die Straßen sind dann auch früh beleuchtet und in den Fenstern der Gebäude brennt Licht, weil der Durchschnittsstädter ja zu dieser Zeit noch im Büro sitzt. Das lässt ein Bild zur blauen Stunde viel interessanter wirken, wenn nicht einfach alle Fenster schwarz sind. 

Weiter sorgt das Restlicht aber auch dafür, das nicht direkt beleuchtete Bereiche nicht einfach nur im Schwarz absaufen. Auch diese Stellen haben noch eine Zeichnung, da das Restlicht ausreicht, Details herauszuarbeiten. Gleichzeitig gibt es aber nicht so Helligkeitsunterschiede wie am Tag, die dafür sorgen, dass immer ein Bereich entweder zu hell oder zu dunkel ist.

Es lohnt sich also, über den tagesaktuellen Zeitpunkt des Sonnenuntergangs/-aufgangs informiert zu sein. So kann man rechtzeitig sein Fotoobjekt der Begierde aufsuchen und auf den richtigen Zeitpunkt warten. Einen Rechner zur Ermittlung der entsprechenden Zeiten findet Ihr z.B. hier.

Vorbereitung ist alles

Es gibt ein paar Dinge, die man aber für die Nachtfotografie - und dazu zählt die blaue Stunde nun mal - beachten sollte.

Wie oben bereits geschrieben, ist die blaue Stunde mitunter recht schnell vorüber und der Himmel wird einfach nur schwarz. Das ist für Nachtfotos ja nicht unbedingt verkehrt aber wir wollen uns ja auf die Blaue Stunde konzentrieren. Es empfiehlt sich also, sich bereits im Vorfeld mit dem Shooting auseinanderzusetzen. So verliert man später nicht zu viel Zeit mit Einstellungen, der Suche nach dem richtigen Motiv und dem richtigen Standort der Kamera. Andernfalls droht, die spannende Lichtstimmung der blauen Stunde zu verstreichen, ohne dass ein einziges, tolles Bild entstanden ist. Also in Ruhe überlegen, was will ich eigentlich aus welcher Perspektive fotografieren. Denn wenn es dann soweit ist, kann es schon mal stressig werden. Insbesondere wenn dann auch noch mit den Einstellungen experimentiert werden soll.

Und wie ist das mit der Schärfe?

Um auch wirklich knackig scharfe Bilder zu bekommen, ist tatsächlich an Einiges zu denken. Manches dürfte im Allgemeinen bekannt sein. Das ein oder andere wird euch aber unter Umständen etwas überraschen:

 

  • Ein Stativ ist ein Muss. Alternativ kann man die Kamera natürlich auch auf einen stabilen Untergrund stellen, das schränkt euch mit der Perspektive dann aber doch sehr ein. 
  • Weiter ist ein Fernauslöser - mit Kabel oder auch Infrarot - unbedingt empfehlenswert. Auch das kann man natürlich durch die Selbstauslöser Funktion umgehen, aber Komfort geht anders. Kommt gar nicht erst auf den Gedanken, man könne doch ganz vorsichtig an der Kamera direkt auslösen.
  • Der Bildstabilisator sollte am Objektiv ausgeschalten werden sollte. Ja, richtig gelesen. Der Stabilisator kommt üblicherweise mit dem Stativ nicht klar und sucht krampfhaft nach Erschütterungen. Damit regt er sich selbst an, was zu Vibrationen führt.
  • Sofern es die Kamera unterstützt, solltet ihr die sogenannte Spiegelvorauslösung aktivieren. Damit wird beim Auslösen zunächst der Spiegel eurer Spiegelreflexkamera hochgeklappt, und die Belichtung findet verzögert erst etwas später statt. Beim Hochklappen ruft der Spiegel minimale Vibrationen in der Kamera hervor, die sich durch die zeitliche Verzögerung erst beruhigen können. Macht ihr das nicht, würde das Bild zwar nicht verwackelt aber die letzte Schärfe fehlt dann eben.
  • Und zu guter Letzt noch ein wenig Physik. Ihr solltet nicht bei maximal offener Blende fotografieren, sondern mind. 1-2 Stufen abblenden. Damit wird der Effekt der Verzeichnungsunschärfe an den Rändern vermieden. Bei maximal offener Blende tritt in den Ecken gerne eine Unschärfe auf, die in der Wölbung der Linse usw. begründet ist. Das fällt insbesondere bei Weitwinkelobjektiven auf, trifft aber eben auch auf weniger weitwinklige Objektive zu. Blende 8-11  kann für APS-C Sensoren uneingeschränkt empfohlen werden.

Ich denke spätestens jetzt kommt niemand mehr auf die Idee, die Kamera manuell auszulösen 😉

Alles eine Frage der Einstellung

So, nachdem wir nun sichergestellt haben, dass wir auch wirklich scharfe Bilder bekommen, geht es an die Einstellungen. Schließlich will man auch was auf den Bildern zu erkennen und schöne Farben zu erhalten.

Grundsätzlich kann gesagt werden: wählt die kleinste ISO Zahl (meist ISO100). So vermeidet ihr ein Bildrauschen und gleichzeitig ist der Dynamikumfang des Sensors dann am höchsten - also die Durchzeichnung von Lichtern und Schatten.

Nachdem nun also ISO Zahl und Blende festgelegt sind, kann man sich an die Wahl der richtigen Verschlusszeit machen. Je länger belichtet wird, desto heller wird das Bild. Außerdem kann man mit einer langen Verschlusszeit auch vorbeigehende Personen einfach verschwinden lassen. Probiert einfach ein wenig herum, bis euch das Ergebnis in der Helligkeit zusagt.

Unten ein paar Beispiele von einem Motiv, dass über ein paar Minuten hinweg abgelichtet habe. Hier wird deutlich, wann die Blaue Stunde ihre volle Wirkung entfaltet.

Zu früh - Der Himmel ist noch zu hell (Blende 8, Belichtung 2 sec.)

Es geht los - Der Himmel fängt an, blau zu leuchten (Blende 8, Belichtung 5 sec.)

Genau richtig - die Blaue Stunde schlägt voll zu (Blende 8, Belichtung 2 sec.)

Licht und Farbe

Spätestens jetzt sollte man sich auch mit dem Weißabgleich auseinandersetzen. Wenn ihr einfach nur "Auto" wählt, wird das Ergebnis wohl sehr orange und unnatürlich ausfallen. Ihr müsst im Laufe der Dämmerung also die Lichttemperatur nachführen:

  • Zunächst startet ihr beim letzten Tageslicht - wählt hier die Einstellung "Tageslicht" mit einer Temperatur von etwa 5200 Kelvin
  • Sobald die Dämmerung dann einsetzt solltet ihr auf eine wärme Lichtfarbe gegen den Blaustich wechseln. Bei meiner Canon ist das dann "Wolkig" bzw. "Schatten" - also etwa 6000-7000 Kelvin.
  • Wenn die Dämmerung dann vorüber ist und die Kunstlichtlampen an Straßen und Gebäuden dominieren, könnt ihr wieder auf eine kältere Lichtfarbe von etwa 2000-4000 Kelvin wechseln. Bei der Canon ist das "Kunstlicht" bzw. "Leuchtstoff".

Und habt keine Bedenken, wenn der Himmel nicht klar ist. das tut der Fotografie zur blauen Stunden keinen Abbruch. Im Gegenteil - Wolken reflektieren das Restlich oftmals noch stärker und lassen den Himmel noch dramatischer wirken.

Strahlendes Blau mit einer natürlich wirkenden Sandsteinfassade. wärmere Lichteinstellung hilft zu Beginn der Dämmerung gegen den Blaustich.

Mit fortschreitender Dunkelheit dominiert die Beleuchtung am Gebäude - die warme Lichteinstellung für zu Orange-Stich

Die Blaue Stunde geht und die Nacht kommt - gegen das Orange der Beleuchtung hilft eine kältere Lichtfarbe

Achtung vor dem Licht

Nun müsst ihr nur noch richtige Belichten. Hier hat sich die Lichterwarnung der Kameraanzeige bei mir schon mehrmals als hilfreiches Hilfsmittel erwiesen. Diese ist bei meiner Canon zu aktivieren, wenn Ihr beim Betrachten des Bildes auf die "Info" Taste drückt. dann erscheint neben dem Bild auch das Histogramm und zu helle - also ausgefressene - Bildstellen blinken. Das bedeutet ihr habt hier keine Zeichnung mehr und es ist einfach nur ein weißer Fleck im Bild. Bildwichtige Details und Stellen dürfen also hier nicht blinken.

Idealerweise beginnt ihr also mit einer ausgewogenen Belichtungseinstellung (+/- 0). Probiert dann einfach ein wenig aus, wie sich eine dunklere (z.B. -1) oder hellere Belichtung(z.B. +1) auf das gesamte Bild auswirken. Insbesondere Lampen und helle Stellen an Gebäuden neben Lampen drohen auszufressen.

Wenn ihr dann auch noch dominante Farben in einem Bild habt (Rotkanal an Gebäuden, Blaukanal im Himmel), müsst ihr darauf achten, dass der jeweilige Farbkanal im Histogramm nicht angeschnitten ist.

Ihr seht also, man kann hier ganz schön experimentieren, bis man die für sich am besten passenden Einstellungen findet. Aber genau das macht doch den Spaß aus - ausprobieren und sehen, welche Wirkung es hat.

Ich hoffe, etwas Licht in die (blaue) Dunkelheit gebracht zu haben und wünsche euch viel Spaß bei euren nächtlichen Streifzügen.

 

Servus,

Euer Georg

 

An einem gemütlichen Sonntagnachmittag - draußen ist es nass und ungemütlich - stöbere ich durch meinen Instagram Feed und werde plötzlich stutzig. Mir wird eine gesponserte Werbung angezeigt - ich könne einen Gutschein erhalten, um ein Wandbild zu entwickeln.

Üblicherweise bin ich ja nicht interessiert an solch unaufgeforderten Produktplatzierungen. Gegen sowas bin ich doch immun, rede ich mir immer ein... Und schon war es geschehen - ich klicke auf den vielversprechenden Button.

 Saal digital  frägt mich in dem gesponsertem Link, ob ich nicht gerne ihr Angebot, ein Wandbild zu entwickeln testen und dafür auch noch einen Gutschein erhalten wolle. Nun ja - da Ihr hier nun diesen, meinen ersten Blogeintrag lest, könnt Ihr euch wohl vorstellen, wie ich mich entschieden habe. Außerdem ist es ein ideales Thema für den ersten Eintrag in meinem Photo blog.

Produktauswahl und Bestellvorgang

Ich surfe also weiter auf die Homepage von Saal digital, um mir einen Überblick über das Angebot zu verschaffen. Sofort fällt auf, dass hier noch viel mehr angeboten wird, als die beworbenen Wandbilder. Die Auswahl unterscheidet sich jedoch in feinen Details von den bekannten Marktbegleitern - Saal Digital bietet nämlich auch einen Service an, der sich auch an (ambitioniertere Hobby-)Fotografen richtet. So kann man auf der Seite auch sogenannte ICC-Profile herunterladen, die für den Softproof in Photoshop oder Lightroom gedacht sind, um so die Farbeinstellungen des Monitors zu prüfen und ein möglichst farbechtes Ergebnis beim Druck zu erhalten. Das sei aber nur nebenbei erwähnt.

Weiter geht's zu den Wandbildern - und mir wird klar, ich habe die Qual der Wahl. Unter den angebotenen Ausführungen entscheide ich mich aber, zwei Stück anfertigen zu lassen - ein Wandbild als Alu-Dibond und ein zweites Wandbild als Gallery Print. Das Hochladen der Bilddateien über die online Funktion empfinde ich jedoch etwas unhandlich, da das Ändern von Bildgrößen etc. immer wieder Ladezeiten nach sich zieht und etwas umständlich ist. Also lade ich die ebenfalls angebotene Software runter und gestalte die Bilder damit. Das geht für mein Empfinden wesentlich intuitiver und flüssiger.

Am Ende habe ich also zwei Wandbilder bestellt:

  • Alu-Dibond, 20 x 30 cm, inklusive Profil-Aufhängung
  • GalleryPrint, 20 x 30 cm, inklusive Profil-Aufhängung

Günstig ist das allerdings nicht - für das Alu-Dibond fallen etwa 31 EUR an und beim GalleryPrint sind es gar rund 46 EUR. Dazu kommen dann noch etwa 6 Eur für den Standardversand mit DHL

Und wie ist nun das Ergebnis?

Die Herstellung und Lieferung ging erstaunlich flott - bereits drei Tage später sind die Bilder fertig und geliefert. Das ist sensationell wie ich finde - hier habe ich bei anderen Anbietern schon deutlich länger gewartet. Die Bilder sind sehr gut und sicher in Karton verpackt.

Die qualitative Verarbeitung ist top und es gibt keine Kratzer oder sonstige Mängel. Allerdings muss ich gestehen, dass ich insbesondere von dem teuren GalleryPrint spontan etwas enttäuscht bin...

Wandbild als GalleryPrint

Das Bild wirkt sehr dunkel. Dabei war online doch zu lesen, dass insbesondere die von mir gewählte, glänzende Ausführung für eine besondere Tiefenwirkung und beeindruckende Leuchtkraft sorge. Das ist grundsätzlich auch nicht falsch - es ist aber nötig, das Bild an einem sehr hellen Ort aufzuhängen oder durch eine eigene Bildbeleuchtung in Szene zu setzen, um die Farben herauszuarbeiten.

Und genau da fällt der mitunter größte Nachteil der glänzenden Acrylglas Ausführung ins Auge - die Spiegelungen. Das sollte man also bedenken bei der Wahl des Wandplatzes. Zu viele Fenster könnten die Freude am Bild schmälern, da man im falschen Winkel vor lauter Spiegelungen kein Motiv mehr erkennt. Saal digital bietet allerdings auch eine matte Ausführung an, um genau diesen Effekt zu vermeiden. Wie es dann aber mit der Tiefenwirkung und Leuchtkraft aussieht, kann ich hier nun aber nicht beurteilen. Außerdem kostet diese Option noch einmal 5 EUR Aufpreis zum ohnehin bereits happigen Grundpreis.

Grundsätzlich ist bei dem Bild an der Qualität des Druckes, der Schärfe und auch an den Farben (bei ausreichender Beleuchtung) nichts auszusetzen. im Gegenteil - alles wirkt sehr gut und hoch qualitativ ausgeführt. Und das Acrylglas erzeugt tatsächlich eine gewisse Tiefenwirkung.

Bei dem GalleryPrint wird das Bild im Direktdruck auf eine 2mm dicke Acrylglasplatte gedruckt und erhält dann noch zur Verstärkung eine 3mm dicke Alu-Dibond Platte. Das macht das Wandbld nicht gerade leicht, im direkten Vergleich. Aber dafür hat man eben auch noch die edel wirkende Acrylglasscheibe.

 

GalleryPrint im hellsten, indirekten Tageslicht (am Fenster) mit möglichst wenig Spiegelung.

Schichtaufbau des GalleryPrints - inklusive Spiegelungen.

Wandbild als Alu-Dibond

Ich habe mich bei dieser Ausführung bewusst für ein schwarz-weiß Bild entschieden. Da ich mir unter dem Alu-Dibond nicht wirklich was vorstellen konnte, habe ich im Netz zuvor etwas recherchiert und bin auf Aussagen gestoßen, dass bei diesem Material insbesondere helle Stellen besonders gut zur Geltung kämen. Nun ich muss sagen, das fällt mir leider nicht auf - wer also denkt, dass an den hellen Stellen gar die Alu-Struktur etwas durchscheint - dem ist nicht so. Eventuell hätte ich dazu das separat angebotene "Butlerfinish" wählen müssen.

Bei dieser Ausführung wird mittels UV-Druckverfahren das Bild direkt auf die Alu-Dibond Platte gedruckt. Die 3mm dicke Platte besteht aus einem Polyethylen Kern und je einer Aluminium Deckschicht vorne und hinten. Das macht das Bild sehr biegesteif und dennoch leicht. Außerdem ist das Alu-Dibond witterungsbeständig und damit auch für den Außenbereich geeignet!

Die Druckschärfe ist sehr gut und ich kann mir vorstellen, dass auch die Farben (wenn das Bild welche hätte) sehr gut zur Wirkung kommen können. Entgegen dem GalleryPrint hat dieses Bild auch ohne besondere Beleuchtung bereits eine tolle Strahlkraft, die durch eine gut inszenierte Lichtquelle noch einmal verstärkt wird. Das Bild ist auch nicht empfindlich gegen Fingerabdrücke, da die matte bzw. seidenmatte Oberfläche etwaige Fingertapser verzeiht.

Alu-Dibond im hellen, indirekten Tageslicht.

Schichtaufbau des Alu-Dibond Bildes.

Ab an die Wand damit

Im Laufe der Gestaltung der Bilder lässt sich zwischen mehreren Arten der Befestigung wählen. Diese unterscheiden sich allerdings auch preislich mitunter deutlich.

Die einfachste Ausführung sind einfach zwei Blech-Plättchen mit einer Ausformung ("Standard-Aufhängung"), die auf die Rückseite des Bildes geklebt werden. Über die Ausformungen lässt sich das Bild dann aufhängen. Das ist mit 3,95EUR auch die kostengünstige Ausführung.

Allerdings nur 5ct mehr (ja, wirklich nur 5ct Unterschied) kostet die sogenannte Profilaufhängung. Dabei handelt es sich um Aluminium Vierkantprofile die als Rechteck zusammengefügt an die Rückseite des Bildes angebracht werden. mit den seitlichen Öffnungen in den Profilen kann das Bild dann an die Wand gehängt werden. Das Besondere daran ist, dass dadurch das Bild nicht einfach an der Wand anliegt, sondern so wirkt, also würde es leicht vor der Wand schweben. Gefällt mir sehr.

Die letzte und mit knapp 20EUR teuerste Ausführung ist die Schraubhalterung. Das kennt man üblicherweise von Firmenschildern am Hauseingang. Es handelt sich um vier Edelstahl-Abstandshülsen, die zwischen Wand und Bild montiert werden. Bohrungen sind in den Ecken des Bildes bereits vorgefertigt, sodass die Schrauben nur noch durchgesteckt und das Bild an die Wand geschraubt werden muss. Zu bedenken ist dabei, dass die Schraubenköpfe also dann von vorne in den Ecken des Bildes zu sehen sind.

Ach ja, die kostengünstigste Ausführung für die Sparfüchse unter Euch ist: ohne Aufhängung bestellen. Das geht natürlich auch.

 

Rahmenaufhängung an der Rückseite

Fazit

Grundsätzlich kann ich für die gesamte Abwicklung, die intuitive Gestaltung (zumindest in der separat downloadbaren Software) und auch die Fertigungs- sowie Lieferzeiten nur ein positives Fazit ziehen. Das hat alles sehr gut geklappt. Gleiches gilt auch für die Qualität - beide Bilder sehen perfekt verarbeitet aus, die Schärfe und auch die Farben sind beeindruckend. Ich hoffe das liegt nicht zuletzt auch an der Qualität meiner Bilder 🙂

Zugleich muss ich für mich aber sagen, dass ich das Alu-Dibond bevorzugen würde. Der GalleryPrint ist mir einfach zu dunkel. Das ist sehr schade, dann mit ausreichend Licht sind die Farben und die Tiefenwirkung echt der Knaller! Wenn das Bild aber einfach so, ohne gerichtete Beleuchtung an der Wand hängt, dann wirkt es, als würde man in ein Aquarium kucken, bei welchem das Licht aus ist.

Das Alu-Dibond Bild überzeugt mich hingegen in jeder Hinsicht. es wirkt einfach sehr gut und ist auch noch sehr unempfindlich, stabil und leicht. im Nachhinein muss ich sagen, ärgert es mich ein wenig, dass ich hier nicht auch ein Farbbild gewählt habe. Das würde mich nun doch brennend interessieren, wie das wirken würde.

Ein Wandbild - sei es als Alu-Dibond, GalleryPrint, Nur Acrylglas oder auch Leinwand etc. - ist ein schöner Blickfang, eben weil es etwas Anderes ist und sofort auffällt. Und durch diesen Produkttest hatte ich die Gelegenheit mir endlich ein detaillieren Blick zu verschaffen. Von daher hat sich der Test auf alle Fälle gelohnt.

Dennoch finde ich ein klassisch gerahmtes Bild mit Passepartout immer noch am besten. ich schätze, hier bin ich wohl eher etwas altmodisch. Aber kein Problem - bei Saal digital gibt es auch "normale" Bilder - auch in großen Formaten. Ich kann mich also austoben...

 

Servus,

Euer Georg